Neid als Anagramm von “Dein” – ein Gedicht

Neid ist doch nur

ein Anagramm von “Dein”.

Was dir gehört,

das will ich haben!

Habe ich es dann,

werd ich‘s vergraben!

Denn …

Brauchen tue ich es ja nicht,

wollt es nur haben, weil du es besitzt.

Übersteigt dein Besitz den Meinen,

schmerzt es mich und ich beginne, innerlich zu weinen.

Dieser Neid –

er brennt in meiner Brust!

Ich muss mich ständig vergleichen,

mit den Besseren und den Reichen.

Will ich doch sein wie sie,

doch erreichen werd ich es nie.

Fröne ich endlich dem angestrebten Besitz,

komme ich doch nicht zur Ruh.

Denn…

hier sind schon wieder Menschen,

die schöner, reicher, besser sind als ich!

Nimmt das nie ein Ende, frage ich mich?

Ich arbeite, ich schufte,

ich tue.

Doch mein Körper, mein Verstand,

sie kommen nie zur Ruhe.

Ich lasse mich operieren,

nur um schöner zu sein.

Doch die Zufriedenheit –

die stellt sich nicht ein.

Der Neid –

er nagt an meiner Seele.

Es ist der Neid,

er gibt mir die Befehle.

Ich will nicht mehr!

Will mich doch abwenden von diesem Weg,

dem Weg des Verderbens.

ich will in meinem Leben noch glücklich werden!

Sag mir

wie bereit ich dem ein Ende?

Wie schaffe ich auf diesem Weg

die Wende?

Ich sage es dir mit einfachen Worten,

Sie wurden vor langer Zeit niedergeschrieben.

An verschiedenen Orten,

in verschiedenen Schriften,

zu verschiedenen Zeiten.

Sie werden dich heilen,

sie werden dir helfen

einen glücklichen Pfad zu beschreiten.

Höre auf dich zu vergleichen!

Höre auf nach immer mehr zu streben!

Sei zufrieden mit dem was du hast,

durch deinen Neid hast du in deinen Leben

schon so vieles verpasst.

Gönne deinen Nächsten seinen Besitz.

Freue dich über seine Talente,

über sein Können,

so wirst du dein Herz und

die Menschlichkeit zurückgewinnen.

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Ursprünglich veröffentlicht auf inspirare-akademie.at.

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